Mein Besuch in der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe in Gardelegen hat mich tief bewegt.
Am 13. April 1945, nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurden hier 1.016 KZ-Häftlinge aus vielen europäischen Ländern ermordet. Nach Todesmärschen in die Altmark wurden die Menschen in eine Feldscheune getrieben, die Tore verschlossen und die Scheune in Brand gesetzt. Wer zu fliehen versuchte, wurde erschossen.
Heute erinnert dieser Ort an die Opfer und daran, wohin Menschenverachtung, Hass und eine Diktatur führen können.
Gerade in einer Zeit, in der Populismus und Extremismus an Stärke gewinnen und europafeindliche Kräfte unsere demokratischen Werte infrage stellen, dürfen wir die Lehren unserer Geschichte nicht vergessen.
Ein Anliegen, für das ich mich seit sehr vielen Jahren engagiere.
Den Opfern ein würdiges Andenken zu bewahren und dafür einzutreten, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen, bleibt unsere gemeinsame Aufgabe.
Demokratie, Freiheit und Frieden sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen geschützt und immer wieder neu verteidigt werden! Und das an jedem einzelnen Tag!
Das gilt für Deutschland ebenso wie für Europa.



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