Steigende Düngemittelpreise, hohe Energiekosten und neue geopolitische Unsicherheiten belasten unsere Landwirte seit Jahren erheblich. Für viele Betriebe sind die Kosten für Dünger zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Belastung geworden. Gleichzeitig bleibt Europa bei wichtigen Rohstoffen, Gasimporten und der Düngemittelproduktion stark von internationalen Lieferketten abhängig. Die Europäische Kommission hat deshalb in dieser Woche einen neuen Düngemittel-Aktionsplan vorgestellt, der die Versorgungssicherheit verbessern, die europäische Produktion stärken und landwirtschaftliche Betriebe kurzfristig entlasten soll.
Dazu erklärt die Europaabgeordnete Alexandra Mehnert (CDU):
„Düngemittel sind eine zentrale Grundlage für wettbewerbsfähige Landwirtschaft, stabile Erträge und sichere Lebensmittelversorgung in Europa. Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, wie anfällig Europa bei Energie, Rohstoffen und Produktionskapazitäten geworden ist. Deshalb ist es richtig, dass die Europäische Kommission Düngemittel stärker als versorgungskritisches Gut betrachtet und die europäische Produktion langfristig absichern will.“
Der Aktionsplan sieht unter anderem zusätzliche Unterstützung über die europäische Agrarreserve sowie neue Liquiditätshilfen für landwirtschaftliche Betriebe vor. Gleichzeitig stellt die Kommission Entlastungen für die europäische Düngemittelindustrie im Emissionshandel in Aussicht und setzt langfristig stärker auf heimische Produktion. Auch neue Lieferpartnerschaften mit Drittstaaten sowie strategische Reserven für Düngemittel werden von der Kommission geprüft. Viele Details zur konkreten Ausgestaltung der Hilfen und zur Höhe möglicher Unterstützungsmaßnahmen bleiben bislang jedoch offen.
„Positiv ist, dass die Kommission stärker auf heimische Produktion setzen will. Entscheidend ist jetzt aber, dass daraus schnell marktfähige und bezahlbare Lösungen entstehen. Die angekündigten Hilfen müssen zielgenau bei den betroffenen Betrieben ankommen. Zudem dürfen neue Belastungen durch Emissionshandel oder zusätzliche Bürokratie die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft nicht weiter schwächen. Jetzt kommt es darauf an, dass zügig an diesen Aktionsplan angeknüpft wird, damit die angekündigten Entlastungen bei unseren Landwirten auch tatsächlich ankommen“, so Alexandra Mehnert abschließend.

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